Freilandtomaten erfolgreich anbauen – Schritt für Schritt erklärt

Wer ein Beet im Garten oder ein stückchen Land zu Verfügung hat, hat die Möglichkeit Tomaten im Freiland anzubauen. Für den Freilandanbau eignen sich viele Tomatensorten, es gibt für jeden Geschmack die passende Sorte. Für den Anbau von Freilandtomaten müssen einige Dinge beachtet werden, die im Gewächshaus oder auf der Fensterbank wegfallen. Doch es hat auch Vorteile die Tomatenpflanzen im Freien zu ziehen.

Es gibt so viele Sorten, die sich als Freilandtomaten eignen und für jeden Geschmack ist etwas dabei. Wer die Pflänzchen nicht selber anziehen möchte oder den Zeitpunkt der Aussaat versäumt hat, hat die Möglichkeit vorgezogene Jungpflanzen zu kaufen. In diesem Fall entfallen Schritt 1 und 2. Wie es gelingt gesunde Tomatenpflanzen mit vielen Früchten zu ziehen und was beim Anbau von Freilandtomaten beachtet werden muss wird in den folgenden Schritten erklärt.

Schritt 1 – Vorbereitung und Aussaat

Auch wenn die Pflänzchen ab Mitte Mai (nach Eisheiligen) ins Beet nach draußen können, müssen sie zunächst auf der Fensterbank gezogen werden. Benötigt werden hierfür Saatgut nach Wahl, nährstoffreiche Anzuchterde und ein Pflanzgefäß. Am besten eignen sich hierfür Mini-Gewächshäuser, in denen sich die Wärme stauen kann. Aber auch andere Gefäße wie Eierkartons oder Quelltöpfe eignen sich sehr gut für die Anzucht.

Ab Februar/März können die Samen in die Erde. Da Tomaten Lichtkeimer sind, die bei Temperaturen um 20° C keimen, sollten sie mit nur etwa einem Zentimeter Erde bedeckt werden. Wichtig ist bei der Keimung auch, dass für ausreichend Feuchtigkeit gesorgt ist. Das Saatgut sollte nicht austrocknen, jedoch auch nicht weggeschwemmt werden.

Schritt 2 – Vereinzeln der Pflänzchen

Etwa zwei Wochen nach Aussaat sollten sich die ersten Blätter der Tomatenpflänzchen zeigen. Sobald zwei Blätter zu sehen sind, können die Pflänzchen vereinzelt werden. Hierfür befreit man die Wurzeln von der lockeren Anzuchterde und setzt die Pflänzchen einzeln in größere Gefäße. In diesen haben sie bis Mitte Mai Zeit heranzuwachsen. In dieser Zeit sollten sie so gegossen werden, dass die Erde immer feucht ist, sich aber keine Staunässe bildet.

Schritt 3 – Die Freilandtomaten wandern ins Beet

Nach den letzten Frösten Mitte Mai (Eisheilige) können die Jungpflanzen ins Beet gepflanzt werden. Hierfür sollte zur Vorbereitung der Boden gelockert werden. In Löcher für die Pflanzen kommt Kompost oder anderer Dünger, damit ein nährstoffreicher Boden gewährleistet ist. Man sollte einen Pflanzabstand von ca. 0,5 Meter einhalten, damit man später keine Platzprobleme beim ausgeizen, gießen, hochbinden etc. bekommt. Je nach Sorte sollte auch ein Pflanz-, bzw. Rankstab neben der Pflanze positioniert werden, an dem die Pflanze immer wieder befestigt wird, damit sie sicher steht. Bei der Standortauswahl sollte auch darauf geachtet werden, dass die Pflanzen geschützt stehen. Sie sollten keinen Regen abbekommen und auch vor Wind geschützt sein. Als Schutz können z.B. Tomatenhauben oder spezielle Tomatenhäuser genutzt werden oder man achtet auf natürliche Unterstände, wie z.B. einen Baum mit ausladenden Ästen.

Schritt 4 – Pflege im Freiland

Wenn die Freilandtomaten im Beet gut angekommen sind, muss man sie trotz Bodenfeuchtigkeit und Regen zusätzlich gießen. Um Krankheiten zu vermeiden, sollte auch von Gießwasser nichts an die Blätter kommen. Es sollte nun regelmäßig ausgegeizt, gedüngt und abgebunden werden. Nichttragende Triebe können entfernt werden um mehr Kraft in die Früchte zu leiten.

Schritt 5 – Ernte

Frühe Sorten können ab Juli/August geerntet werden, sehr späte Sorten bis Ende September. Ab Oktober sollten noch grüne Früchte gepflückt werden, damit sie keinen Frost abbekommen. Zum nachreifen sollten sie in einem warmen Raum gelagert werden.