Tomatenpflanzen gießen – Wie es geht und was man beachten sollte

Tomatenpflanzen gießen - Tomaten gießen

Tomatenpflanzen gießen. Man erwartet, dass es wie bei jeder anderen Pflanze ist. So ist es jedoch nicht, denn die Tomate ist eine empfindliche Pflanze, die nicht nur viel Wasser braucht, sondern am besten eine gleichmäßige Versorgung gezielt am Wurzelwerk.

Von Anfang an gut versorgt

Bei Tomatenpflanzen ist es sehr wichtig, diese regelmäßig mit genug, aber auch nicht mit übermäßig viel Wasser zu versorgen. Wenn das Saatgut keimt und die ersten kleinen Sprösslinge zu sehen sind, sollten diese nach Möglichkeit immer feucht gehalten werden. Das heißt gießen, bis das Substrat kein Wasser mehr aufnehmen kann. So werden die noch zierlichen Wurzeln ausreichend versorgt und einem gesunden Wachstum steht nichts im Wege.

Tipp: Um nicht jeden Tag an das Gießen denken zu müssen oder für den Fall man ist ein paar Tage nicht zu Hause, kann man z.B. eine mit Wasser gefüllte Plastikflasche mit dem Hals nach unten neben die Pflanze in die Erde stecken. Damit kann man die Tomatenpflanzen quasi automatisch gießen und die Erde bleibt immer ausreichend feucht. Ist die Öffnung der Flasche zu groß, empfehlen sich für eine länger andauernde Bewässerung auch Bewässerungs-Spikes*.

Krankheiten durch falsches Gießen

Wenn die Pflänzchen etwas größer sind, muss darauf geachtet werden, dass sie sich beim Gießen nicht lockern oder  umkippen. Dazu kann man entweder eine Gießkanne mit Aufsatzbrause nehmen oder vorsichtig in kleinen Schlucken die Tomatenpflanze gießen.

Tomatenpflanzen gießen - Tomaten gießen - Nur den Erdbereich
Tomatenpflanzen nicht von oben Gießen

Schon bei den kleinen Pflanzen sollte darauf geachtet werden, dass die Blätter kein Wasser abbekommen. Da die Tomate eine sehr empfindliche Pflanze ist, kann sie sonst von diversen Krankheiten befallen werden. Vor allem Pilzbefall wird durch Feuchtigkeit und Spritzwasser begünstigt. Wenn deine Tomatenpflanzen draußen stehen und noch weitere Pflanzen in der Nähe wachsen gehen Krankheiten gerne mal auf deine Tomate über.

Vor allem Grauschimmel und die bekannte Kraut- und Braunfäule werden durch Nässe bei schwächeren Pflanzen hervorgerufen und breiten sich auf die benachbarten Pflanzen aus. Vorbeugend kann man die Pflanzen mulchen und an einem luftigen Ort wachsen lassen.

Außerdem hilft es, die gesamte Pflanze mit einer Magermilch-Brühe (1 l Milch auf 6 l Wasser) zu besprühen. Falls die Pflanzen trotz Vorsorge erkranken, kann man sie oft noch retten. Am wichtigsten ist es nun alle erkrankten Pflanzenteile zu entfernen und direkt zu vernichten. Welche Symptome eine Pflanze zeigt und wie man sie retten kann ist hier nachzulesen. Wenn die Pflanze etwas größer und der Stamm ein bisschen stabiler geworden ist, kann man zur Vorsorge gegen Erkrankungen die unteren Blätter abzupfen. Denn diese sind am häufigsten in der Gefahr nass zu werden.

Herausfinden ob die Pflanze Wasser braucht und wie man seine Tomatenpflanzen gießen kann

Um eine optimale Feuchtigkeit zu erreichen ist es sinnvoll die Pflanzen morgens zu gießen. Mit den Fingern kann die oberflächliche Feuchtigkeit getestet werden, um dann zu entscheiden ob man die Tomatenpflanzen gießen muss. Denn auch zu viel Wasser schadet den Pflanzen, bzw. kann es den Geschmack der Früchte verwässern.

Eine Tomatenpflanze benötigt je nach Sorte und Größe zwischen 0,5-2 l Wasser pro sonnigem Sommertag. Nach dem Fruchtansatz sollte die Wassermenge etwas erhöht werden: Pro Frucht ca. 50-100 ml bei kleineren Tomatensorten, bis zu ca. 200-300 ml bei größeren Sorten mehr. Allerdings ist es nicht unbedingt notwendig, seine Tomaten mit einem Messbecher zu gießen, gutes Augenmaß ist vollkommen ausreichend. Doch auch jetzt gilt wieder: Zu viel Wasser kann zu verwässerten Tomatenfrüchten führen und lässt sie im schlimmsten Fall sogar aufplatzen. Im Zweifel lieber etwas weniger gießen, dafür aber öfter.

Tomaten gießen: Regenwasser oder Leitungswasser

Tomaten können grundsätzlich mit Regenwasser gegossen werden, auch wenn es nicht auf die Blätter gelangen sollte. Es ist nicht so kühl wie frisches Leitungswasser, was den empfindlichen Wurzeln der Pflanze zu Gute kommt. Tomaten mit Regenwasser zu gießen ist der natürlichere Weg und obendrein spart noch ein paar Cent, wenn der Wasserhahn mal zu bleibt.

Um gesunde, schöne und leckere Tomatenfrüchte ernten zu können sollten also folgende Dinge beachtet werden:

  • Spritzwasser beim Tomatenpflanzen gießen vermeiden
  • Blätter vor Feuchtigkeit schützen (Regen, Gießwasser)
  • So viel gießen, dass das Substrat oder die Erde  feucht, aber nicht nass ist
  • Staunässe durch Mulch und Standort vermeiden
  • Zum Gießen, wenn möglich eher Regenwasser verwenden
  • Kranke Pflanzenteile entfernen und vernichten (nicht auf den Kompost)
  • Krankheiten vorbeugen, z.B. durch Magermilch-Brühe

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